Filminstitut Docu Zone Austria     

ES WAR EINMAL: KINO AUF RÄDERN

ABSCHIED & DANK

Es fällt mir wirklich schwer, bekannt geben zu müssen, dass KINO AUF RÄDERN vom Österreichischen Filminstitut nicht mehr gefördert wird.

Die Begründung der weisungsfreien Projektkommission für ihren abschlägigen Entscheid: "Die Mitglieder der Projektkommission begrüßen jede Art von Filmvermittlung, insbesondere in kinofernen Regionen. Da sich das Projekt nach überwiegender Ansicht der Kommission jedoch zunehmend in Gemeinden im Einzugsgebiet von zum Teil kleineren Kinobetrieben und etablierten Wanderkinos mit hohem technischen Standard verlegt hat, konnte dem Projekt in der vorgelegten Form leider keine Förderpriorität mehr eingeräumt werden."

Diese Absage an ein erfolgreiches Projekt ist zur Kenntnis zu nehmen, eine Revision nicht möglich. Meine Versuche, andere Geldquellen zu finden, sind bedauerlicher Weise auch gescheitert. In Zeiten, in denen öffentliche Gelder immer knapper werden, nimmt das Verständnis für gemeinschaftsfördernde Projekte rapide ab. Ebenso die Bereitschaft zu verstehen, dass sich kleine Gemeinden das Engagement privatwirtschaftlich ausgerichteter Wanderkinos nicht leisten können. Auch das Bedürfnis vieler Menschen, wenigstens ein oder zwei Mal im Jahr ein Kino quasi vor der Haustüre zu haben, wird in solchen Zeiten ignoriert. 


Daher ist die Zeit gekommen, einmal mehr DANKE zu sagen. KINO AUF RÄDERN war für mich immer ein Projekt, bei dem es darum ging, mit Hilfe österreichischer Filme die Gemeinschaft in kleinen Gemeinden zu fördern. Dass dies fünf Jahre lang gelungen ist, liegt vor allem an meinen PartnerInnen in den Gemeinden. Ohne diese Unterstützung hätten nicht mehr als 24.000 Menschen dieses Angebot angenommen.
Für mich waren die knapp 500 Vorstellungen, die in den vergangenen 5 Jahren veranstaltet wurden, wertvolle Erlebnisse. Es tut einfach gut, anderen Menschen Freude bereiten zu können. Trotz der Anstrengungen, die allenthalben mit der praktischen Durchführung von KINO AUF RÄDERN verbunden waren, blieb der Zufriedenheitsfaktor immer Sieger.

Ich hatte den Plan, KINO AUF RÄDERN auch ohne Förderung weiter zu machen. Die Realität schaut freilich anders aus, denn mit der Einstellung der Förderung ist auch die Rückgabe des technischen Equipments an das Filminstitut verbunden.


Ich bedanke mich für fünf ereignisreiche Jahre, in denen ich wunderbare Menschen kennen lernen durfte. Die Begegnung mit ihnen möchte ich nicht missen.



Burgl Czeitschner